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Falsche Schwarze Witwe

 

„Falsche Schwarze Witwe“

 

(Steatoda paykulliana)

 

in Osttirol eingewandert

 

 

 

Die seit 1994 in Kärnten nachgewiesene Kugelspinne (siehe Abb. 1) hat nunmehr auch Osttirol erreicht. Bei einer am 29.05.2014 erfolgten Fahrt vom Lurnfeld durch das Mölltal bis Winklern und dann weiter über den Iselsberg nach Osttirol habe ich einige mir günstig erscheinende Standorte auf das Vorkommen von „Steatoda paykulliana“ (auch „Paykulls Kugelspinne“ genannt) überprüft. Dabei wurde ich im Mölltal an folgenden zwei Örtlichkeiten fündig: In der Nähe des Kraftwerkes Rottau auf 640 m Seehöhe (Gemeinde Mühldorf) und in Semslach (nordwestlich Burg Groppenstein) auf 820 m Seehöhe (Nationalparkgemeinde Obervellach).

 

 

Abb. 1: Weibchen einer „Falschen Schwarzen Witwe“ mit Beute (Weichkäfer) vor dem Höhleneingang. Foto: W. Egger, 08.05.2014, Hühnersberg

 

Erstnachweis in Osttirol?

 

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in Osttirol die „Falsche Schwarze Witwe“ gefunden wird. Im nur etwa 6 km entfernten Irschen („Kräuterdorf“ im Oberen Drautal) ist das Vorkommen dieser Spinnenart immerhin schon seit dem Jahre 2001 bekannt.

An drei Flächen im Gemeindegebiet Iselsberg-Stronach verlief die Suche – wie schon im Vorjahr - negativ. In der Nationalparkgemeinde Dölsach hatte ich aber schließlich Erfolg. Auf einem Wiesenrain im Ortsteil Stribach auf 700 m Seehöhe konnte ich am 29.05.2014 die „Falsche Schwarze Witwe“ nachweisen. Es waren fünf typische Verstecke/Gespinste vorhanden, wobei in zwei der Verstecke/“Höhlen“ neben der weiblichen Spinne auch bereits ein Kokon zu sehen war (siehe Abb. 2 und 3).

 

 

Abb. 2: Blick Richtung Stribach im Gemeindegebiet Dölsach. Oberhalb dieser Ortschaft befindet sich der Fundort der „Falschen Schwarzen Witwe“. Foto: W. Egger

 

 

Abb. 3: In zwei Verstecken (Grillenlöchern) befanden sich schon Kokons der Spinne. Foto: W. Egger

 

Ich werde nun zu klären versuchen, ob dieser Fund den Erstnachweis für Osttirol darstellt. Bisher ist mir jedenfalls aus Ost- oder Nordtirol kein diesbezüglicher Nachweis bekannt.

 

 

Nachtrag vom 31.05.2014

Erstnachweis für Osttirol!

 

Laut Auskunft des wohl kompetentesten Spinnenexperten Österreichs, Herrn Mag. Dr. Christian KOMPOSCH vom ÖKOTEAM Graz, handelt es sich beim Fund der „Falschen Schwarzen Witwe“ in Stribach tatsächlich um den Erstnachweis dieser Spinnenart für Osttirol und somit auch für Tirol!

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Herrn Mag. Dr. KOMPOSCH sehr herzlich für die so rasch erfolgte Auskunft/Bestätigung!

 

 

Verfasser: Walter EGGER, Hühnersberg 12/2, 9811 Lendorf; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!