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Segelfalter

 

Segelfalter am Hühnersberg

 

Am 15. Mai 2013 konnte ich erstmals einen Segelfalter (Iphiclides podalirius) am Hühnersberg (Gemeinde Lendorf bei Spittal/Drau, Kärnten) beobachten.

 

 

Während der ebenfalls zu den Ritterfaltern zählende Schwalbenschwanz (Papilio machaon) in unserer Gegend durchaus eine vertraute Erscheinung ist, habe ich den Segelfalter hier bei uns bisher noch nie zu Gesicht bekommen. Deshalb war ich am 15.05.2013 kurz vor Mittag doch einigermaßen überrascht und gleichzeitig sehr erfreut, diese seltene Schmetterlingsart erstmals am Hühnersberg auf 920 Meter Seehöhe beim Besuch von Blüten eines Fliederstrauches für etwa 10 Minuten bewundern zu können (siehe Abb. 1 u. 2).

 

 

Abb. 1: Der Segelfalter beim „Eintauchen“ in das Blütenmeer. Foto: W. Egger

 

 

Abb. 2: Der Blütennektar des Flieders bot eine willkommene Stärkung. Foto: W. Egger

 

Der Segelfalter ist ein großer auffälliger Tagschmetterling mit blass gelber Grundfarbe und je sechs (sieben) dunklen Streifen auf den Vorderflügeln. Die Hinterflügel besitzen lange schmale Fortsätze mit hellen Enden (siehe Abb. 3). 2004 war er „Österreichs Insekt des Jahres“. Bei entsprechender Thermik können Segelfalter längere Zeit ohne Flügelschlag durch die Luft segeln – daher wohl auch der Name.

 

 

Abb. 3: Wunderschön und unverwechselbar – der Segelfalter. Foto: W. Egger

 

Seine Verbreitung reicht von Nordafrika über Süd- und Mitteleuropa bis in die gemäßigten Regionen Asiens. Er ist in Österreich aus allen Bundesländern gemeldet, hat in den letzten Jahrzehnten aber durch Eingriffe in seinen Lebensraum z.T. starke Gebietsverluste erleiden müssen. Seit einigen Jahren ist in West- und Mitteleuropa angeblich eine leichte Wiederausbreitungstendenz feststellbar.

 

Ausführliche Hinweise über Lebensraum, Biologie, Ökologie und Gefährdung des Segelfalters finden Sie in einem Artikel von Dipl.-Ing. Dr. Helmut Höttinger, der 2003 in den „Beiträgen zur Entomofaunistik“ erschienen ist:

http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/BEF_4_0132-0133.pdf

 

Weitere Informationen zu diesem Schmetterling erhalten Sie z.B. unter folgenden Internetadressen:

http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl?Iphiclides_Podalirius

http://de.wikipedia.org/wiki/Segelfalter

 

In Kärnten war der Segelfalter zum Zeitpunkt 1999 als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft und zählt lt. „Tierartenschutzverordnung“ zu den „vollkommen geschützten heimischen Tieren“!

 

Ich hoffe, dass mir irgendwann eine weitere Beobachtung des Segelfalters am Hühnersberg gelingt (siehe Abb. 4).

 

 

Abb. 4: Das letzte Foto vor dem Entschwinden des seltenen Gastes . Foto: W. Egger

 

Fundmeldung aus Fresach

 

Zum Schluss möchte ich noch kurz über den Nachweis eines Segelfalters in Fresach (Bezirk Villach Land) berichten. Dort wurde von Frau Christa GRÖTSCHNIG am 12. April 2009 auf rund 700 Meter Seehöhe unter einem Apfelbaum ein Segelfalter gefunden und von ihr auch fotografiert (siehe Abb. 5). An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Fotos! Bedanken darf ich mich auch bei Herrn Werner PETUTSCHNIG aus Fresach, der mich auf den Fund aufmerksam machte und mir die Daten übermittelte.

 

 

Abb. 5: Der Segelfalter von Fresach. Zum Zeitpunkt des Fundes waren die Flügel offensichtlich noch nicht vollständig entfaltet. Foto: Chr. GRÖTSCHNIG, 12.04.2009

 

Verfasser: Walter EGGER, Hühnersberg 12/2, 9811 Lendorf; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!